Die im Rahmen des Weidemilchprogramms beteiligten Landwirte stellen sicher, dass die Milchkühe während der Weideperiode eine angemessene Zeit außerhalb des Stalls auf der Weide verbringen. Ansprüchen aus dem Bereich des Tierwohls und der Tiergesundheit (wie zum Beispiel die Vermeidung von Hitzestress) werden dabei in vollem Umfang Rechnung getragen. Landwirte entscheiden dabei, unabhängig vom Beweidungssystem auf der Basis der fachlichen Kenntnisse und nach bestem Wissen und Gewissen, wann und in welchen Zeiträumen Beweidung erfolgen kann und soll. Diese Möglichkeit zur Adaption an regionale Standortfaktoren ist eine Besonderheit norddeutscher Milchviehsysteme und ermöglicht eine Optimierung der flächengebundenen Haltungsform. Die Beweidung hat innerhalb der Weideperiode so umfangreich wie möglich und unter Berücksichtigung von individuellen, betrieblichen Bedingungen und Standortfaktoren zu erfolgen. Die Beweidungstage und -dauer können je nach Witterung jährlichen Schwankungen unterliegen.

Landwirte, die Weidemilch unter diesem Label erzeugen, stellen in jedem Fall sicher, dass den Milchkühen eine Beweidungsdauer von jährlich mindestens 120 Tagen mit jeweils mindestens 6 Stunden pro Tag zugestanden wird (nachfolgend als „120/6“ bezeichnet).

Alternativ kann die Beweidungszeit an mindestens 120 Tagen bei jährlich mindestens 720 Stunden erfolgen.

Der Nachweis ist auf Betriebsebene über das Führen eines Weidekalenders zu erbringen.


Kriterien

  • Weideauslauf an mind. 120 Tagen im Jahr für mind. 6 Stunden
  • 2000 m² Dauergrünland pro Kuh davon mind. 1000 m² Weidefläche
  • Ganzjährige Bewegungsfreiheit
  • Gentechnikfreies Futter